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Nachhaltig leben
In Göttingen lässt es sich gut und nachhaltig leben – viele Angebote laden dazu ein, das eigene Handeln nachhaltiger zu gestalten – sei es unterwegs, beim Wohnen, Einkaufen, Arbeiten oder Erholen. Auf dieser Seite gibt es Anregungen, wie der Alltag nachhaltiger gestaltet werden kann.
Nachhaltig Freizeit gestalten
Für Freizeit und Erholung bietet Göttingen viele Möglichkeiten direkt in der Stadt oder der näheren Umgebung. Seien es die Parks, der Stadtwald mit dem Wildgehege am Kehr, der Kiessee oder die botanischen Gärten – es gibt viele grüne Plätze in Göttingen zu entdecken. Tipps und Hinweise finden sich auf der Seite Naherholung.
Nachhaltig wohnen
Die nachhaltige Ausgestaltung des Lebens in den eigenen vier Wänden, beginnt beim flächensparenden Wohnen. Weniger ist mehr – lautet auch hier die Devise. Gemeinschaftliches Wohnen und Generationenhäuser liegen im Trend und reduzieren den Flächenverbrauch pro Person. Anregungen und Projekte zu diesem Thema gibt es auf der Seite der Wohnraumagentur. Weitere Beratungsangebote zum Energiesparen, der Abfallentsorgung und weiteren Punkten sind auf der Beratungsseite zum Thema Wohnen zu finden.
Auf eine gute Dämmung und nachhaltige Bauweisen kann natürlich nicht jede*r Bürger*in Einfluss nehmen, für Hausbesitzer*innen und Vermieter*innen gibt es dazu aber Tipps auf der Beratungsseite Bauen und Sanieren. Zudem hat die Stadt eine Förderung für Solaranlagen für private Haushalte und vergibt für Hausbesitzer*innen, die nachhaltige Neu- oder Umbaumaßnahmen durchgeführt haben, die Grüne Hausnummer.
Ganz wesentlich für klimafreundliches Leben ist die Wahl der Heizung und des verwendeten Energieträgers. Gerade das Heizen mit Holz erfreut sich in der letzten Zeit wachsender Beliebtheit. Doch auch dieses vermeintlich klimafreundliche Heizmittel kann negative Auswirkungen haben und Umweltprobleme verursachen. Ein Infoblatt erklärt die Problematik, zeigt Lösungsansätze und gibt weiterführende Informationen.
Nachhaltig konsumieren
Bevor etwas neu gekauft wird, kann sich jede*r überlegen, ob dies wirklich notwendig ist und welche Alternativen es zum Neukauf gibt. Die nachhaltigste Form des Konsumierens ist es, sich etwas zu leihen oder zu tauschen. Neben den Nachhaltigkeitsaspekten ist es zudem günstiger und praktischer, sich gewisse Dinge mit anderen zu teilen anstatt sie sich selbst anzuschaffen.
Egal ob Romane, Kochbücher, Spielfilme oder E-Books – Lesestoff aller Art ist in der Stadtbibliothek ausleihbar. Zudem gibt es hier eine Bibliothek der Dinge – in der ganz nach dem Motto „leihen statt kaufen“ – viele Gegenstände (von einem Astroplanetarium über einen Fahrrad-Werkzeugkoffer bis hin zu einem Wickingerschach) mit einem gültigen Nutzer*innenausweis der Stadtbibliothek entliehen werden können.
Die Göttinger Entsorgungsbetriebe bieten außerdem eine Online-Plattform für das Verschenken oder Tauschen von Gebrauchsgegenständen an.
Falls es doch mal ein Neukauf sein muss, sollte darauf geachtet werden, dass die Produkte ökologisch und fair hergestellt wurden. Einen Einkaufsführer für faire Produkte finden Sie auf der Internetseite der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Region.
Übrigens, die Energieagentur Region Göttingen e.V., Pro-City und die Stadt Göttingen zeigen zusammen mit Unternehmen in der Göttinger Innenstadt Möglichkeiten auf, wie Konsument*innen klimafreundlich einkaufen, essen und trinken können. Belohnt wird man dafür über Göttinger Klima-Karte.
Stadt und Landkreis Göttingen sind mehrmals als Fairtrade-Region Göttingen ausgezeichnet worden. In diesem Rahmen findet jedes Jahr Mitte September die Faire Woche statt. Zahlreiche Akteur*innen stellen ein abwechslungsreiches Programm zusammen und laden zu Informationsveranstaltungen, Flohmärkten, Kleidertauschpartys, Kaffeeverkostungen und vielen weiteren Mitmach-Aktionen ein.
Nachhaltig ernähren
Auch die eigene Ernährung kann einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Lebensweise leisten. Das bedeutet fair, sozial, regional, saisonal und möglichst unverpackt einzukaufen und Lebensmittelabfälle zu vermeiden.
In der Umgebung Göttingens gibt es eine Vielzahl regionaler Lebensmittel-Erzeuger*innen. Die Produkte gibt es entweder direkt von den Erzeuger*innen, eine Liste findet sich auf der Seite des Ernährungsrats Göttingen i.G., oder auf der Seite von Kostbares Südniedersachsen e.V. Viele Produkte sind auch auf dem Wochenmarkt erhältlich oder bei der Marktschwärmerei bestellbar.
Eine Möglichkeit ist natürlich auch der Betritt in eine Solidarische Landwirtschaft. Hier kann jede Woche eine Kiste mit regionalem und saisonalem Gemüse abgeholt werden und wer will, kann auf dem Feld helfen. In Göttingen gibt es die Stadt-SoLawi, den Gärtnerhof Landolfshausen, das Gemüsekollektiv und weitere, die ebenfalls auf der Liste des Ernährungsrats i.G. zu finden sind.
Zudem hilft die Plattform Nachhaltiger Konsum bei der Suche nach Lebensmittelgeschäften und Gastronomiebetrieben mit fairen, ökologischen und regionalen Produkten in der Region.
Lebensmittel, die man selbst nicht mehr verbrauchen kann, die aber noch genießbar sind, können in einem der vier Fairteiler in Göttingen abgelegt werden und so eine*n neue*n Abnehmer*in finden.
Außerdem können Konsument*innen darauf achten, dass beim Einkauf möglichst wenig Verpackungsmüll anfällt. Gemüse lose einkaufen kann man sogar im Supermarkt, viele andere Produkte gibt es im Unverpacktladen, auf dem Wochenmarkt und in einigen Bioläden. Zudem kann man an vielen Frischetheken Nahrungsmittel auch in mitgebrachte Behältnisse abfüllen lassen. Ab 01.01.2023 müssen gastronomische Betriebe ab einer Größe von 80 Quadratmetern Verkaufsfläche zudem Mehrwegsysteme für den Außer-Haus-Service anbieten.
Stadt und Landkreis Göttingen sind mehrmals als Fairtrade-Region Göttingen ausgezeichnet worden. In diesem Rahmen findet jedes Jahr Mitte September die Faire Woche statt. Zahlreiche Akteur*innen stellen ein abwechslungsreiches Programm zusammen und laden zu Informationsveranstaltungen, Flohmärkten, Kaffeeverkostungen und vielen weiteren Mitmach-Aktionen ein.
Nachhaltig mobil sein
Göttingen ist eine Fahrradstadt und belegte beim bundesweiten Fahrradklima-Test 2020 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in der Kategorie „Spitzenreiter“ von 100.000 bis 200.000 Einwohner*innen den Spitzenplatz. Mit den Fahrradstraßen und dem e-Radschnellweg bietet Göttingen gute Möglichkeiten mit dem Rad zügig durch die Stadt zu kommen. Genauere Informationen gibt es hier.
Zudem gibt es verschiedene Anbieter von Lastenfahrrädern. LEILA ist eine Initiative des ADFC Göttingen und Göttingens erstes Projekt für freie Lastenfahrräder. Es ermöglicht die kostenfreie Ausleihe von Lastenfahrrädern in der Region. LEILA bietet momentan mehrere Lastenräder an fünf Standorten über ihre Plattform an.
Alle Informationen zur Fahrt mit Stadt- und Regionalbussen sind auf der Seite Öffentlicher Personennahverkehr zu finden. Informationen zu Reisemöglichkeiten mit der Bahn oder Fernbussen finden sich hier.
Falls doch einmal ein Auto benötigt wird, bietet Göttingen außerdem verschiedene Carsharing-Angebote. Auch die Fortbewegung mit dem eScooter ist in Göttingen möglich. Derzeit gibt es mit Bolt, Lime und Yoio drei Anbieter im Stadtgebiet.
Auch das Göttinger Parkraumanagement ist ein wichtiger Hebel für die Mobilitätswende und das Erreichen der städtischen Klimaschutzziele. Es setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen, die für mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität, weniger Parksuchverkehre und eine höhere Verkehrssicherheit sorgen.
Nachhaltig arbeiten
Auch auf der Arbeit gibt es viele Möglichkeiten nachhaltiger zu handeln. Ähnlich wie Zuhause, geht es dabei um Energiesparen, Abfallentsorgung etc. Zudem bietet Göttingen mehrere Coworking-Spaces, die durch die gemeinsame Teilung der Büroräume platzsparend sind.
Auch der die Beschaffung von Materialien und z.B. Büromöbeln kann in Unternehmen ökologisch und sozial vorgenommen werden. Zudem kann das Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen oder eine Gemeinwohlbilanzierung anstreben. Bei letzterem berät die Gemeinwohlökonomie-Regionalgruppe Göttingen.

