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Umwelttipps
Auf dieser Seite bietet der Fachdienst Umwelt nützliche Informationen zu einzelnen Umweltbereichen, Anregungen und nützliche Links für den Alltag.
Insektenfreundlicher Garten
© Stadt Göttingen / Querblick
Wildblumenwiese
Eine Wildblumenwiese dient Insekten und Bienen als Nahrungsquelle. In den Wildblumenhalmen können Insekten zudem überwintern, bevor sie im Frühjahr schlüpfen. Dafür sollten hiesige Wildpflanzen angepflanzt werden, in Form von Wildstauden, Blühwiesen und Wildkräutern. Wichtig ist es mehrere ähnliche Pflanzenarten einzusetzen, die eine lange Blühzeitfolge haben. Dadurch können witterungsbedingte Ausfälle durch später blühende Pflanzen ausgeglichen werden. Außerdem sollten keine züchterisch veränderten Sorten angepflanzt werden, da deren Blüten oftmals nur Farbe, aber keine Pollen oder Nektar bieten. Zudem bietet es sich an, regionale Saatmischungen für Wildbienen zu verwenden, weil Wildblumenmischungen häufig nur Honigbienen anziehen. Eine Wildblumenwiese sollte nur zweimal im Jahr gemäht werden.Totholz
Totholz ist ein wesentlicher Bestandteil in einem insektenfreundlichen Garten, da es als Nahrungsquelle, Versteckmöglichkeit und Baumaterial für Insekten und Vögel dient. Totes Holz ist durchaus lebendig und ein bedeutender Lebensraum für Käfer, Spinnen, Ameisen, aber auch Wildbienen und Wespen, die wiederum gegen störende Insekten helfen. Außerdem dient Totholz als wertvolles Überwinterungsquartier für Igel, Erdkröten und Insekten. Beispiele für Totholz im Garten sind verrottende Baumstämme, eine Benjeshecke oder alte Stängel, die in einer Ecke gestapelt und sich selbst überlassen werden.Wasserstellen
Eine Wasserstelle ist eine hilfreiche Trinkgelegenheit für Insekten, die auch weitere Tiere anlocken kann. Regentonnen oder Gartenteiche sind eine gute Möglichkeit, aber nicht jeder hat Platz dafür. Für kleine Gärten gibt es Miniteiche oder Vogeltränken, die es im Baumarkt zu kaufen gibt. Wenn man einen Balkon hat, freuen sich Insekten auch über eine wassergefüllte Schale, die mit Steinen oder Holz bestückt ist, damit sie wieder raus klettern können, falls sie in den Behälter fallen.Wilde Ecken
In einem Garten mit wilden Ecken wird ein Ort geschaffen, in dem man die Natur vollständig sich selbst überlassen kann. Diese Ecken sollten weder gemäht noch betreten werden, sodass sich Brennnesseln, Gräser und Klee dort ansiedeln können. Dazu zählen z.B. auch liegengelassene Laubhaufen, die als Überwinterungsquartier für Igel, Marienkäfer und Eidechsen dienen, welche im Folgejahr gegen Schnecken und Blattläuse helfen.Nisthilfen
Bitte Vorsicht bei günstigen Insektenhotels aus dem Baumarkt: Diese sind oft nicht geeignet oder schlecht verarbeitet und können Bienen z.B. durch offene Holzsplitter sogar verletzen. Hier gibt es eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Tipps für den Bau oder Kauf von Insektenhotels:
Wasserundurchlässiges Material vermeiden, Bsp. Glasröhrchen zur Beobachtung, weil sonst die Wildbienenbrut verpilzen kann. Am besten entrindetes Hartholz, z.B. Esche verwenden.
Risse im Holz vermeiden: Kein frisches Holz verwenden. Ins Längsholz bohren (nicht ins Hirnholz). Holzstück nicht durchbohren. Faustregel: Je größer das Bohrloch, desto größer der Abstand zum nächsten Loch.
Gerne auch Ton- oder Lehmziegel verwenden: Anstelle von Loch- und Hohlziegeln, lieber Strangfalzziegel wählen.
Geeigneten Standort wählen: Die Nisthilfe sollte sonnig und windgeschützt, aber vor allem regengeschützt aufgestellt oder überdacht werden, da die Materialien sonst schimmeln können.
Anleitung des NABU für verschiedene Arten von Insektenhotels: nabu.de
Informationen zum Kauf von Nisthilfen:: bluehende-landschaft.deAllgemeine Tipps
Keine Pestizide verwenden, denn diese bekämpfen nicht nur die Schädlinge, sondern auch vieles andere.
Keine Mähroboter! Sie sind eine Gefahr für Igel, Mäuse und andere Tiere, auch wenn sie nur tagsüber fahren.
So spät wie möglich oder gar nicht mähen.
Schon einzelne Steine oder Steinhaufen bieten Nistplätze für solitäre Bienen und andere Insekten.
Wege aus Kies oder Platten mit Fugen, statt aus Beton oder Asphalt.
Auch eine insektenfreundliche Gartenbeleuchtung trägt zum Erhalt von dunklen Rückzugsorten im oftmals hell erleuchteten Siedlungsgebiet bei. Insekten reagieren stark auf Licht mit hohem Blauanteil, weshalb kaltweißes Licht eine enorme Anziehungskraft auf Insekten aus der Umgebung hat und sie in großer Ansammlung leichter erbeutet werden können.
Luftschadstoffe – Aktuelle Messwerte
Das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim betreibt im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz ein flächendeckendes Luftqualitätsüberwachungssystem (LÜN).
Messungen von Luftschadstoffbelastungen wie Feinstaub, Stickstoffoxiden und Ozon werden kontinuierlich durchgeführt und der Öffentlichkeit zeitnah über das Internet zur Verfügung gestellt. Die Messergebnisse sind eine Grundlage für die Aufstellung von Luftreinhalteplänen.
Aktuelle Luftschadstoff-Messwerte
In der Stadt Göttingen gibt es seit Dezember 2005 zwei Luftmessstationen, die vom Niedersächsischen Umweltministerium betrieben werden:
- Messstation an der Nohlstraße
- Verkehrsmessstation an der Bürgerstraße (vor Haus Nr. 20)
Über die Messnetzkarte des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz können unter anderem die aktuellen Messwerte zur Ozonkonzentration, Feinstaub-Messwerte sowie Stickstoffoxid- und Stickstoffdioxid-Messwerte abgerufen werden.
Die Messergebnisse der Messstation an der Nohlstraße (GNCC) sind nach Aussage des Niedersächsischen Umweltministeriums für das gesamte Stadtgebiet und damit den Ballungsraum Göttingen repräsentativ. Darüber hinaus eignet sich dieser Standort optimal für die Ermittlung und Beurteilung von Ozonkonzentrationen. Mit Hilfe dieser Station sind Aussagen zur allgemeinen flächendeckenden Luftqualität in Göttingen möglich.
Über einen zweiten Messcontainer in Göttingen werden seit Dezember 2005 an der viel befahrenen Bürgerstraße vor Haus Nr. 20 (Göttingen/Verkehrsstation GNVS) verkehrsbedingte Immissionen insbesondere Feinstaub, Stickstoffoxide und Ruß gemessen. Aus den Messergebnissen sollen Erkenntnisse über die Belastungssituation an verkehrlichen hot-spots gewonnen werden.
Smartphone-App zur Luftqualität in Niedersachsen
Informationen über die Luftqualität in Niedersachsen können mit Hilfe einer App auch direkt mit dem Smartphone abrufen werden. Die App zum Lufthygienischen Überwachungssystem Niedersachsen (LÜN) wird kostenlos für die Betriebssysteme Android, iOS und Windows Phone in den App-Stores angeboten.
Immissionsschutz
- Freizeitlärm (51 KB)
- Sportlärm (48 KB)
- Lärm auf Kinderspielplätzen / Lärm durch Kinder (78 KB)
- Heizen (404 KB)
- Offene Feuer im Freien – was ist erlaubt? (303 KB)
- Baustellenlärm – weniger Konflikte durch Information (129 KB)
- Rasen mähen, Hecken schneiden ohne Ärger mit der Nachbarschaft (255 KB)
- Grillen ohne Ärger (139 KB)
- Heizstrahler / Heizpilze – es geht auch ohne (257 KB)
Gewässerschutz
Der Gewässerschutz verfolgt das Ziel, die Gewässer (Küstengewässer, Oberflächengewässer und das Grundwasser) vor schädlichen Beeinträchtigungen zu schützen. Insbesondere ist hierfür die Reinhaltung des Wassers für die Nutzung als Trink- oder Brauchwasser als Teilaufgabe des Umweltschutzes erforderlich.
Ein Teilbereich des Gewässerschutzes stellt der Trinkwasserschutz dar. Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Dem vorsorgenden Schutz des Grundwassers kommt daher ein entscheidendes Gewicht zu.
In Gebieten, die zur Trinkwassergewinnung genutzt werden bzw. vorgesehen sind, ist bei konkurrierenden Nutzungsansprüchen der Trinkwasserversorgung Vorrang einzuräumen. Es sind daher in Einzugsgebieten von Wassergewinnungsanlagen zur Sicherstellung der öffentlichen Wasserversorgung zusätzlich zu den rechtlichen Anforderungen, die allgemein für den Gewässerschutz gelten, weitere Maßnahmen, Nutzungsbeschränkungen und Verbote festzulegen.
Aus diesem Grunde wurden im Bereich der Stadt Göttingen insgesamt vier Trinkwasserschutzgebiete festgesetzt. Mit dem überwiegenden Teil im Stadtgebiet liegen die Trinkwasserschutzgebiete Gronespring, Stegemühle und Weendespring. Weiterhin liegt eine kleine Fläche des Stadtgebietes in dem Trinkwasserschutzgebiet Tiefbrunnen Lenglern.
Weitere Informationen erteilt der Fachdienst Umwelt.
Im Folgenden können die Wasserschutzgebiete und die zugehörigen Wasserschutzgebietsverordnungen eingesehen werden.
- Wasserschutzgebietsverordnung Gronespring (1,28 MB)
- Übersichtsplan Wasserschutzgebiet Gronespring (6,45 MB)
- Wasserschutzgebietsverordnung Stegemuehle (1,37 MB)
- Übersichtsplan Wasserschutzgebiet Stegemuehle (6,56 MB)
- Wasserschutzgebietsverordnung Weendespring (444 KB)
- Übersichtsplan Wasserschutzgebiet Weendespring (4,53 MB)
- Wasserschutzgebietsverordnung Tiefbrunnen Lenglern (2,02 MB)
- Übersichtsplan Wasserschutzgebiet Tiefbrunnen Lenglern (4,48 MB)
- Pflanzenschutzmittel - grundsätzlich unerwünscht (61 KB)
Gesundheitsgefährdende Pflanzen
Riesen Bärenklau
Beim Umgang mit der Pflanze ist äußerste Vorsicht geboten. Selbst bloße Berührungen können zusammen mit Tageslicht bei Menschen zu schmerzhaften Quaddeln oder sogar schwer heilende Verbrennungen der Haut führen.
Beifuß-Ambrosie / Beifußblättriges Traubenkraut
Bei Kontakt mit der Pflanze können bei empfindlichen Personen heftige allergische Reaktionen auftreten, die sich als so genannter Spätsommerheuschnupfen mit tränenden, geschwollenen Augen und Schnupfen äußern. Außerdem kann es zu Atemnot, Asthmaanfällen und Kontaktdermatits kommen.
Jakobskreuzkraut
Seit einigen Jahren breitet sich auf Weiden und spät ge- mähten Wiesen sowie an Straßenrändern das Jakobs- kreuzkraut aus. Der Verzehr der gelb blühenden Pflanze kann insbesondere bei Rindern und Pferden zu akuten Vergiftungen führen.
Naturschutzbeauftragte*r
Britta Walbrun hat sich als Biologin seit mehr als 35 Jahren für den Natur- und Umweltschutz engagiert. Zunächst privat während des Studiums im Rahmen von Naturschutzvereinen, später beruflich im Bereich der Landschaftsplanung. Hieraus resultieren vielfältige Erfahrungen aus dem Spannungsfeld zwischen Planungen und dem Umwelt- und Naturschutz.
Als Naturschutzbeauftragte stellt sie ihre Fachkompetenz im Sinne der Natur in den Dienst der Göttinger Bürger*innen. Dies kann als Ansprechpartnerin bei persönlichen Fragen zu Themen des Umwelt- und Naturschutzes geschehen, sowie als Beraterin bei strittigen Fragen zwischen Verbänden und dem behördlichen Naturschutz.
